Fluggastrechteverordnung.de

Ihre Rechte als Fluggast

Fluggäste haben durch EU-Verordnungen, nationale Gesetze und gefestigte höchstrichterliche Rechtsprechung umfangreiche Schadensersatzansprüche gegen Fluggesellschaften. Wesentlichste Verordnung im Bereich des Fluggastrechts bei Flugreisen ist seit Jahren die sog. Fluggastrechteverordnung. Die Fluggastrechteverordnung sieht neben umfangreichen Unterstützungsleistungen vor Ort auch umfangreiche Entschädigungen in € vor, wenn der gebuchte Flug annulliert wird, ausfällt oder sich um mehr als drei Stunden verzögert.

Fluggesellschaften haben nur dann ausnahmsweise keine Entschädigungspflicht, wenn es nachweisen kann, dass die Annullierung auf außergewöhnliche Umstände zurückgeht, die sich auch dann nicht
hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen worden wären.

Außergewöhliche Umstände können diesbezüglich z.B. besondere Wetterbedingungen sein.

Ihre Rechte bei Flugverspätungen:

Wird der Flug annulliert oder verspätet er sich hat jeder einzelne Fluggast nach der Fluggastrechteverordnung die folgenden Rechte:

1) bei allen Flügen über eine Entfernung von
1 500 km oder weniger erhält der Fluggast 250 € Entschädigung für die Verspätung bzw. Annullierung
2) bei allen innergemeinschaftlichen Flügen über eine Entfernung von mehr als 1 500 km und bei allen
anderen Flügen über eine Entfernung zwischen 1 500 km und 3 500 km erhält der Fluggast 400 € Entschädigung für die Verspätung bzw. Annullierung
3) bei allen nicht unter Buchstabe a) oder b) fallenden Flügen erhält der Fluggast 600 € Entschädigung für die Verspätung bzw. Annullierung

Fliegen beispielsweise 4 Personen von Hannover nach Ägypten und verspätet sich der Flug um 20 Stunden haben alle Fluggäste einen Anspruch auf jeweils 600 € mithin über 2400 € insgesamt.
Bei der Ermittlung der Entfernung wird der letzte Zielort zugrunde gelegt, an dem der Fluggast infolge der Nichtbeförderung oder der Annullierung später als zur planmäßigen Ankunftszeit ankommt.

Grundsätzlich gilt nach dem Wortlaut der Fluggasterechteverordnung die oben aufgeführt Entschädigungspflicht nur für eine Annullierung. Das heißt der Flug mit der vergebenen Flugnummer wird gar nicht durchgeführt. Hierauf verweisen die Fluggesellschaften stets und lehnen Entschädigungszahlungen ab.

Der BGH hat aber in einem Wegweisenden Urteil die Rechte der Fluggäste weiter gestärkt. Der BGH erklärte die Entschädigungspflicht auch bei Verspätungen von mehr als drei Stunden für anwendbar. Demnach haben die Fluggesellschaften auch bei Flugverspätungen Entschädigungen von 250 € bis 600 € zu zahlen.

Die maßgeblichen Entfernungen werden nach der Methode der Großkreisentfernung ermittelt.

Setzen Sie daher Ihre Rechte durch

Soweit die Entschädigungspflicht der Fluggesellschaften auch eindeutig geregelt ist. Die Durchsetzung der Entschädigung gestaltet sich stets äußerst zäh.

Selbst mit fachanwaltlicher Hilfe bedarf es nicht selten mehrerer Schreiben und Klageandrohungen, bis eine außergerichtliche Zahlung erfolgt. In einigen Fällen ist sogar eine Klage durchzuführen.

Sie sollten aber Ihre berechtigten Ansprüche auf jeden Fall durchsetzen. Nehmen Sie sich dafür einen Fachanwalt für Verkehrsrecht. Immerhin können Sie ohne Rücksicht auf den bezahlten Reisepreis bis zu 600 € erhalten!

Ihr Ansprechpartner:

Falls auch Sie eine Entschädigung nach der Fluggastrechteverordnung wegen einer Annullierung des Fluges bzw. wegen einer Flugverspätung durchsetzen möchten, sollten Sie sich an eine Fachanwalt wenden, der bereits einschlägige Erfahrungen in der Durchsetzung von Entschädigungsansprüchen nach der Fluggastrechteverordnung gesammelt hat.

Rechtsanwalt Dr. André Pott hat bereits in einer Vielzahl von Verfahren die Ansprüche seiner Mandanten durchsetzen können. Rechtsanwalt Dr. Pott bietet Ihnen als Flugpassagiere eine erste kostenlose Beratung an, ob auch Sie einen Anspruch auf eine Entschädigung nach der Fluggasterechteverordnung haben.

Bitte senden Sie zur Prüfung Ihre Unterlagen an die Email-Adresse pott@rpp.de.